Fragen und Antworten
Ihre Fragen vor der ersten Anfrage — offen beantwortet
Wer eine Elektronikentwicklung vergibt, wägt Risiken ab — bei einem kleinen Büro andere als bei einem großen Entwicklungshaus. Hier sind die Fragen, die uns Interessenten zu Recht stellen, und unsere Antworten ohne Beschönigung.
- Was passiert, wenn Sie ausfallen?
- Wie nachvollziehbar ist der Entwicklungsverlauf?
- Wem gehören Schaltplan, Layout und Firmware?
- Gibt es keiltronic in zwei Jahren noch?
- Sind Sie versichert?
- Haben Sie eine ISO-9001-Zertifizierung?
- Ist mein Projekt zu klein — oder zu groß?
- Was machen Sie nicht?
- Wo wird entwickelt — kommen Sie auch zu uns?
- Arbeiten Sie nur für Kunden in Deutschland?
- Wie erfahren wir während der Entwicklung, wo das Projekt steht?
- Wie vertraulich behandeln Sie meine Idee?
- Was kostet eine Entwicklung?
Was passiert, wenn Sie ausfallen?
Das Risiko lässt sich nicht wegreden — ein kleines Ingenieurbüro hat keinen zweiten Entwickler auf der Bank. Wir begrenzen es dort, wo es sich begrenzen lässt: Jeder Arbeitsstand ist versioniert; Schaltplan, Layout und Firmware sind so dokumentiert, dass ein qualifizierter Entwickler die Arbeit fortführen kann; die Fertigungsunterlagen sind so aufbereitet, dass ein Bestücker damit arbeitet. Wir haben selbst eine Steuerung übernommen, deren Entwickler nicht mehr zur Verfügung stand — wir wissen, woran eine Übernahme scheitert, und arbeiten deshalb so, dass unsere nicht daran scheitern würde. Die dafür nötigen Rechte regelt der Entwicklungsvertrag.
Wie nachvollziehbar ist der Entwicklungsverlauf?
Hardware und Firmware liegen versionskontrolliert in Git — Schaltplan und Layout genauso wie der Quellcode. Jeder Stand ist reproduzierbar, und jede Änderung trägt eine Begründung im Änderungsprotokoll; beim Verfassen hilft künstliche Intelligenz, damit das Protokoll auch unter Termindruck lückenlos bleibt. Was wann, wo und warum geändert wurde, lässt sich Jahre später noch nachlesen — für die Serienbetreuung ist genau das der Unterschied.
Wem gehören Schaltplan, Layout und Firmware?
Mit vollständiger Bezahlung erhalten Sie das Nutzungsrecht an den Arbeitsergebnissen für den vorgesehenen Einsatzzweck — so steht es in § 15 unserer AGB. Weitergehende Rechte, etwa die Weiterentwicklung durch Dritte, sind Sache des Entwicklungsvertrags: Sagen Sie im Erstgespräch, was Sie brauchen, dann wird es dort geregelt — und nicht zur Überraschung am Projektende.
Gibt es keiltronic in zwei Jahren noch?
Das Büro arbeitet seit 2012, seit 2021 in der Rechtsform einer GmbH, und betreut Seriengeräte über Jahre — Serienbetreuung ist ein Standbein, kein Nebengeschäft. Und weil jeder Stand dokumentiert übergeben wird, bliebe Ihr Projekt selbst im schlechtesten Fall nicht als Rätsel zurück.
Sind Sie versichert?
Ja — es besteht eine Betriebshaftpflichtversicherung mit erweiterter Produkt-Haftpflicht bei der Allianz. Die Deckungssumme beträgt fünf Millionen Euro je Versicherungsfall; die erweiterte Produkt-Haftpflicht ist darin mit bis zu drei Millionen Euro je Versicherungsfall gedeckt.
Haben Sie eine ISO-9001-Zertifizierung?
Nein. Wenn Ihre Lieferantenqualifizierung sie zwingend verlangt, sind wir nicht der richtige Partner — das sagen wir lieber hier als im dritten Gespräch. Was es stattdessen gibt: zwei Produkte bis zur TÜV-Zertifizierung begleitet, Firmware nach Richtlinien wie MISRA C, Versionsverwaltung für jeden Stand und dokumentierte Fertigungsunterlagen.
Ist mein Projekt zu klein — oder zu groß?
Zu klein gibt es kaum: Projekte, die großen Entwicklungshäusern zu klein sind, sind bei uns richtig aufgehoben. Zu groß gibt es ehrlicherweise schon: Wenn ein Vorhaben dauerhaft mehrere Entwickler parallel braucht, sagen wir das im Erstgespräch — und nicht erst im Projekt.
Was machen Sie nicht?
Zwei Dinge, damit keine falschen Erwartungen entstehen: Gehäusekonstruktion und mechanisches CAD gehören nicht zu unserem Angebot — die Mechanik kommt vom Kunden oder seinem Konstruktionspartner. Und wir entwerfen keine eigenen HF-Schaltungen und keine Antennen; die Funkanbindung selbst — Bluetooth, BLE, NB-IoT, LTE-M — gehört dagegen zum Kern: mit erprobten Funkmodulen statt eigenem HF-Design.
Wo wird entwickelt — kommen Sie auch zu uns?
Entwickelt wird im eigenen Labor in Osterburken: Dort stehen die Messtechnik, der Lötplatz und die EMV-Vorprüfung, und dort entsteht auch der erste Prototyp. Für Gespräche und Projekttermine sind wir gern bei Ihnen — persönlich oder per Video. Was wir nicht anbieten: Arbeitnehmerüberlassung oder die Mitarbeit vor Ort in Ihrem Team. Braucht Ihr Vorhaben genau das, sind wir nicht der richtige Partner — auch das sagen wir lieber hier.
Arbeiten Sie nur für Kunden in Deutschland?
Der Schwerpunkt liegt in Deutschland — mit der hiesigen Normen- und Zulassungslandschaft kennen wir uns am besten aus. Anfragen aus Österreich und der Schweiz sind trotzdem willkommen: Ob die Konstellation passt, klärt das Erstgespräch.
Wie erfahren wir während der Entwicklung, wo das Projekt steht?
Sie sprechen ohnehin immer direkt mit der Person, die entwickelt — ohne Projektleitung dazwischen. Auf Wunsch vereinbaren wir zusätzlich einen festen Rhythmus an Videoterminen: den aktuellen Stand am Bildschirm ansehen, die nächsten Schritte abstimmen und neue Erkenntnisse oder Anforderungen gemeinsam einarbeiten — solange Änderungen noch günstig sind statt teuer.
Wie vertraulich behandeln Sie meine Idee?
Auf Wunsch unterschreiben wir vor dem Erstgespräch eine Geheimhaltungsvereinbarung. Kundennamen nennen wir öffentlich nur mit Freigabe.
Was kostet eine Entwicklung?
Eine Preisliste gibt es nicht — dafür sind die Vorhaben zu verschieden. Der Weg zur belastbaren Zahl ist dafür verbindlich: Das Erstgespräch kostet nichts, und binnen sieben Tagen danach erhalten Sie unsere Einschätzung zu Machbarkeit und Kostenrahmen.
Konnten wir mit unserer Offenheit überzeugen?
Dann bleiben wir dabei: Das Erstgespräch kostet nichts, dauert eine halbe Stunde —
und danach wissen Sie, woran Sie sind.